Kesser Entsafter Test und Erfahrungen

Kesser Entsafter Test und Erfahrungen

Auch wenn dieses Gerät als Saftpresse bezeichnet wird: Es handelt sich beim KESSER-Entsafter um eine Zentrifuge. Das Gerät hat einige XXL-Merkmale – ob Einfüllöffnung, Wattleistung oder Behältervolumen. Wie „XXL“ der Entsafter in Sachen Funktionen und Saftausbeute in der Praxis ist, das wollten wir herausfinden und haben ihn für Sie getestet.

Zahlen und Fakten zur Zentrifuge von KESSER

Wir beginnen mit den vom Hersteller genannten Fakten dieses zentrifugalen Entsafters:

  • Modell-Nummer: KSP-850
  • Maximale Leistung: 1.100 Watt
  • Nominale Leistung: 850 Watt
  • 2 Geschwindigkeitsstufen und Puls-Funktion
  • Bis 18.000 Umdrehungen pro Minute
  • Größe der Einfüllöffnung: 85 Millimeter
  • Fassungsvermögen Saftbehälter: 1 Liter
  • Fassungsvermögen Tresterbehälter: 2 Liter
  • Material: gebürstetes Stahlgehäuse, Filter aus Edelstahl, Kunststoffbehälter
  • Kabellänge: 1,2 Meter
  • Maße: ca. 38,5 cm hoch, ca. 26,5 cm tief, ca. 17,5 cm breit

Optik, Bedienung und Leistung des KESSER-Entsafters

Das Gerät wirkt auf den ersten Blick robust und schnörkellos. Das gebürstete Stahlgehäuse dürfte auch über längere Zeit seine makellose Oberfläche behalten, wenn Sie es nicht allzu unsanft behandeln J. Für Qualität spricht auch der Filter aus Edelstahl. Allerdings ist nicht klar, ob die Behälter BPA-frei sind. Dafür haben Sie beim Design eine kleine Farbauswahl – entweder in Rot-Schwarz oder mit Silber und Schwarz in verschiedenen Varianten.

Das Gerät lässt sich über einen Drehregler einfach bedienen. Sie wählen zwischen einer Puls-Funktion sowie zwei Geschwindigkeitsstufen. Die Stufe 1 ist gedacht für weiches Obst und Gemüse, während Sie mit Stufe 2 härteres Pressgut verarbeiten können.

Wir haben in unserem Praxistest festgestellt, dass der Entsafter bei längerem Entsaften und bei harten Zutaten wie Quitten und Äpfeln anfängt, hör- und „riechbar“ zu arbeiten. Er erhitzt sich dann ganz offensichtlich und tut sich schwer. Machen Sie also rechtzeitig eine Pause, um das Gerät nicht zu überfordern. Laut Hersteller ist zwar auch ein Überhitzungsschutz integriert, aber den müssen wir ja nicht unbedingt herausfordern J.

Unsere Erfahrungen mit dem KESSER-Entsafter haben zudem gezeigt: Je kleiner Sie die Zutaten schneiden, desto leichter geht das Entsaften. Natürlich können Sie in die wirklich große XXL-Öffnung auch einen ganzen Apfel geben. Aber ob Sie dadurch schneller arbeiten können, ist fraglich – siehe voriger Abschnitt. Beim Zerkleinern der Zutaten sollten Sie deshalb einen guten Kompromiss finden, um die Arbeitszeit so kurz wie möglich zu halten.

XXL-Größe hat auch der Saftauffangbehälter – hier passen drei große Gläser Saft hinein. Allerdings gibt es keine Skala für die Menge und wir haben die Liter-Angabe auch nicht überprüft. Doch es ist wirklich viel Platz im Behälter.

Super ist der Abtropfschutz bei diesem Gerät. Sie klappen einfach den Ausgießer nach oben und nichts kann mehr auf die Unterlage kleckern. Außerdem ist der Entsafter sehr standsicher und kommt nicht ins Wanken – auch wenn Sie mal etwas kräftiger nachdrücken, natürlich trotzdem immer mit Vorsicht. Negativ zu benennen ist die recht große Lautstärke des Zentrifugalentsafters – selbst für eine Zentrifuge, die aufgrund der schnellen Zirkulation allgemein lauter sind als Saftpressen bzw. Slow Juicer.

Zentrifugalentsafter von KESSER: Saftausbeute, Zubehör und Reinigung

In Sachen Saftausbeute schneidet der KESSER-Entsafter gut ab. Die „erbeutete“ Menge aus 1 Apfel, 2 Orangen und 1 Limone liegt mit 200 Millilitern im normalen Bereich einer Zentrifuge. Allerdings schaffen teurere Zentrifugalentsafter teilweise etwas bessere Ergebnisse. Saftpressen liefern Ihnen technologiebedingt grundsätzlich eine höhere Saftausbeute.

Zum Zubehör des Gerätes gehört eine Reinigungsbürste. Sie reinigen sämtliche Teile des Entsafters damit leicht unter heißem, fließendem Wasser. Außerdem müssen Sie noch das Sieb und Messer unten mit der Bürste säubern. Dies erwies sich zu Beginn als etwas umständlich, denn das untere Sieb konnten wir nicht so leicht herausnehmen. Es war anfangs eine gewisse Fummelei, aber man gewöhnt sich erfahrungsgemäß dran J.

Fazit zum KESSER-Entsafter

Das Gerät bringt die Vor- und Nachteile von Zentrifugen mit. Vorteilhaft sind beispielsweise die einfache Bedienung und das schnelle Entsaften. Als ein Nachteil ist die Lautstärke zu nennen. Zudem ist die Saftausbeute geringer als bei Saftpressen und zudem gehen beim zentrifugalen Entsaften allgemein einige Nährstoffe durch Oxidation verloren.